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Rückblick Landespräventionspreis 2018

Der Landespräventionsrat lobte erstmals den „Landespräventionspreis Sachsen-Anhalt“ aus, um besonders herausragende kriminalpräventive Projekte und Initiativen in Sachsen-Anhalt zu ehren und landesweit vorzustellen.

Das Wettbewerbsthema lautete: „Gegen Gewalt im öffentlichen Raum“.


>>> Die Preisträger des Landespräventionspreises 2018

>>> Weitere Wettbewerbsteilnehmende des Landespräventionspreises 2018

>>> Die Jury

>>> Die Preisverleihung

Die Preisträger des Landespräventionspreises 2018

Am 7. November 2018 wurde erstmalig der Landespräventionspreis Sachsen-Anhalt 2018 im Alten Rathaus, in Magdeburg, mit dem Thema "Gegen Gewalt im öffentlichen Raum" an drei herausragende kriminalpräventive Projekte vergeben. Der Landespräventionspreis war mit insgesamt 3.500,- Euro dotiert: 

1. Platz:  

2.000,- Euro

2. Platz:

1.000,- Euro

3. Platz:

   500,- Euro

Für den Wettbewerb hatten sich insgesamt zehn Projektträger beworben. Die drei Preisträger wurden von einer unabhängigen Jury ausgewählt.

Alle Gewinner wurden mit einem Scheck und einer Urkunde für ihre beachtlichen Projekte gewürdigt.
Der Landespräventionsrat gratuliert noch einmal allen Preisträgern ganz herzlich.

Laudatio zum Landespräventionspreis

Referentin: Frau Jennifer Schmidt
Landesverband für Kriminalprävention und Resozialisierung Sachsen-Anhalt e. V.
Laudatio

1. Platz: Die Nightbirds: "Die Nightbirds - Licht am Ende der Nacht"

E-Mail-Adresse:               Internet:
nightbirds(at)posteo.dewww.facebook.com/NightbirdsHalle

Die ehrenamtliche Gemeinschaft "Nightbirds" geht seit Oktober 2016 jede zweite Samstagnacht in die Innenstadt von Halle (Saale), um dort zwischen 01:30 Uhr und 04:30 Uhr unentgeltlich alkoholfreie Getränke sowie Süßigkeiten an Menschen zu verteilen. Die Mittel werden durch die Gemeinschaft privat finanziert.

Ziel dieses Projekts ist es, durch den persönlichen Kontakt und unmittelbaren Kommunikationsaustausch, insbesondere alkoholisierte Jugendliche bzw. Heranwachsende von Aggressionen und daraus resultierender Gewaltbereitschaften abzuhalten.

2. Platz: Der Friedenskreis Halle e. V.: "Film ab - Mut an!"

E-Mail-Adresse:               Internet:
filmabmutan(at)friedenskreis-halle.dewww.film-ab-mut-an.de

Jugendliche bzw. junge Erwachsene im Alter zwischen 14 und 29 Jahren produzieren in Kooperation mit Filmregisseuren Kurzfilme über ihre eigenen Erfahrungen mit Rassismus sowie Diskriminierung und erarbeiten daraus mögliche Handlungsempfehlungen. Am Set dürfen die Betroffenen selbst die Kamera, Regie, den Ton oder Schnitt übernehmen. Um ein möglichst großes Publikum zu erreichen, werden die Filme anschließend in einem Serienformat auf YouTube veröffentlicht und über Social Media Kanäle verbreitet.

Das Projekt hat das Ziel, Alltagsrassismus entgegenzuwirken, indem Betroffene ihre eigenen Handlungsfähigkeiten entwickeln und die Zivilcourage stärken. Darüber hinaus soll das Projekt zur Stärkung von Menschenrechten ermutigen und zum aktiven Handeln anregen.

3. Platz: Das Theater der Altmark Stendal: "Deine Helden - meine Träume"

E-Mail-Adresse:               Internet:
dramaturgie(at)tda-stendal.dehttps://www.tda-stendal.com/

Bei dem Projekt handelt es sich um ein für Klassenzimmersituationen geschriebenes Theaterstück für Schüler*innen ab dem siebten Schuljahrgang. Das Theaterstück handelt von einem jungen Mann, der in eine rechtsradikale Szene gerät, jedoch den Ausstieg schafft und sich nunmehr seiner Vergangenheit stellt.

Ziel dieses Projekts ist es, eine präventive Aufklärungsarbeit zu leisten, indem (rechts)extremistische Problematiken, Tendenzen und Entwicklungen beobachtet werden. Ferner soll bei Jugendlichen das Bewusstsein geweckt werden, sich rechtsradikalen Tendenzen entgegenzustellen.

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Weitere Wettbewerbsteilnehmende des Landespräventionspreises 2018

Borghardt Stiftung zu Stendal; Kita Abenteuerland: "Implementierung eines Schutzkonzeptes - Wie können wir unsere Kita zu einem sicheren Ort machen?"

E-Mail-Adresse:               Internet:
b.mitsch(at)borghardtstiftung.dewww.borghardtstiftung.de

Um einer Kindeswohlgefährdung entgegenzuwirken, ist jede Kindertagesstätte verpflichtet, über eine kinderschutzbeauftragte Person zu verfügen. Das Projekt geht jedoch über den Kinderschutz hinaus und wurde unter Mitwirkung der Eltern und Kinder sowie in Kooperation mit der Hochschule Magdeburg-Stendal und dem Verein "Miss-Mut" e. V. entwickelt. Strukturen, die die Kinderwohlgefährdung begünstigen, sollen durch alle Akteure mithilfe des Projektes erkannt und beseitigt werden.

Durch dieses Projekt soll erreicht werden, dass Kindertageseinrichtungen als sicherer Ort für die Kinder, deren Eltern und Kita-Mitarbeiter*innen wahrgenommen werden.

Diakoniewerk Wilhelmhof e. V.: "Gefahren durch Sucht und Drogenmissbrauch - schützen Sie Ihr Kind"

E-Mail-Adresse:               Internet:
f.ziehlke(at)dw-wilhelmshof.dewww.dw-wilhelmshof.de

Um Sucht- und Drogenmissbrauch vorzubeugen, sind frühzeitige Präventionsmaßnahmen notwendig. Aus diesem Grund werden im Rahmen der Polizei Stendal Schuleinrichtungen besucht, um dort zunächst verschiedene Suchtmittel zu erläutern. Danach wird der Suchtkrankheitsverlauf mittels statistischer Zahlen dargelegt und der Film "Tod einer Unschuldigen" gezeigt. Zuletzt berichten ehemalige Drogenabhängige über ihre Erfahrungen mit Suchtmitteln.

Das Projekt möchte zum Überdenken des eigenen Handelns anregen und die Ablehnung gegenüber Suchtmitteln verstärken. Darüber hinaus soll die Zivilcourage gefördert und die Beschaffungskriminalität reduziert werden.

Landesnetzwerk Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt e. V.: "Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften"

E-Mail-Adresse:               Internet:
mamad.mohamad(at)lamsa.dehttps://www.lamsa.de

Das Projekt orientiert sich an den bundesweit einheitlichen Mindeststandards für Flüchtlingsunterkünfte gemäß UNICEF. Inhalte dieses Projektes sind die Durchführung einer Bestandsaufnahme, die Durchführung einer Risikoanalyse, die Bewertung der kinderfreundlichen Angebote und Orte, die Entwicklung und Umsetzung des Konzeptes sowie das darauffolgende Monitoring und die Evaluierung. Zielgruppen sind insbesondere schutzbedürftige Personen in Flüchtlingsunterkünften, wie beispielsweise Frauen und Kinder, religiöse Minderheiten, LSBTI (= Lesben, Schwule, Bi- sowie Transsexuelle, Transgender und Intersexuelle) oder Menschen mit Behinderungen.

Das Projekt hat das Ziel, die Sicherheit für die genannten Personengruppen in Gemeinschaftsunterkünften zu verbessern sowie Handlungsweisen bei Gewalt- und Gefährdungssituationen vorzustellen.

Netzwerk für Demokratie und Courage Sachsen-Anhalt e. V.: "Engagiert vor Ort - Gemeinsam gegen Diskriminierung und Menschenverachtung"

E-Mail-Adresse:               Internet:
sachsen-anhalt(at)netzwerk-courage.dehttps://www.netzwerk-courage.de/web/154.html

Im Rahmen dieses Projektes werden die historischen und aktuellen Formen von Antisemitismus und deren Bedingungen, Zusammenhängen und Kontinuitäten analysiert, um anschließend Handlungs- und Argumentationsmöglichkeiten gegen Antisemitismus zu entwickeln und anzubieten.

Ziel ist es, Menschen zu befähigen und motivieren, sich aktiv gegen Antisemitismus und Menschenfeindlichkeit einzusetzen. Die entsprechenden Methoden und Inhalte orientieren sich stark an der Zielgruppe (wie z. B. Jugendliche). Dadurch wird sichergestellt, dass Impulse und Beiträge der Zielgruppe in das Projekt einbezogen werden können.

Ruderjugend Sachsen-Anhalt im Ruderverband Sachsen-Anhalt e. V.: "Mobiles Projekt ,Street Rowing' Bewegung statt Gewalt"

E-Mail-Adresse:               Internet:
ruju(at)rusa.dewww.ruderjugendsachsenanhalt.de/streetrowing.html

Beim "Street Rowing" handelt es sich um eine Art des Ruderns auf Ruderergometern. Die Projektträger sind bereits mit acht Ruderergometern ausgestattet, sodass zugleich acht einzelne Ruderer gegeneinander antreten und die geforderte Strecke zurücklegen können. Die Wertungen der Teilnehmer*innen können einzeln oder nach Mannschaften vorgenommen werden. Das Projekt wird an diversen Schulen und Kindergärten in Sachsen-Anhalt durchgeführt. Pro Jahr gibt es ca. 10 - 15 Einsätze.

Durch das Projekt soll den Kindern vermittelt werden, dass Bewegung miteinander besser ist als Gewalt gegeneinander.

Verein zur Förderung der beruflichen Bildung in der Region Altmark West e. V.: Modellvorhaben "Demokratieförderung durch kommunale Konfliktberatung in der Altmark Sachsen-Anhalt"

E-Mail-Adresse:               Internet:
anna.stein(at)vfb-saw.dewww.vfb-saw.de

Um eine effektivere Kooperation zwischen Bürger*innen der Regionen Stendal und Altmarkkreis Salzwedel und der Verwaltung sowie Politik zu erreichen, werden drei ausgewählte Kommunen der Altmark dahingehend beraten und begleitet, die Teilhabe von Bürger*innen am kommunalen und politischen Leben zu stärken und zu fördern.

Das Modellvorhaben zielt darauf ab, ein aktives und attraktives Gemeindeleben durch bürgerliches Engagement in kommunalen Entscheidungsprozessen zu bewirken. Darüber hinaus soll die zunehmende Partizipation der Bürger*innen zu einer Ausweitung der Radikalisierungsprävention und zum Abbau von Gewalt führen.

Wildwasser Magdeburg e. V.: "PROTEGO - Präventionskampagne mit Mädchen und Jungen"

E-Mail-Adresse:               Internet:
info(at)wildwasser-Magdeburg.dewww.wildwasser-magdeburg.de

Ziel dieses Projektes ist es, Kinderrecht zu sensibilisieren sowie die Selbstwertschätzung und Partizipation zu steigern. Ferner sollen Diskussionsprozesse angestoßen und Beteiligungsprozesse seitens der Schuleinrichtungen verstärkt werden.

Für das Projekt "PROTEGO" ist eine Präventionsbroschüre für Schüler*innen der dritten und vierten Klasse entwickelt worden. Die Broschüre beinhaltet Verhaltenstipps für verschiedene Themenbereiche, wie z. B. Gewalt in der Schule, Regeln für das Internet u. v. m.

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Die Jury

Nachfolgende Personen gehören der Jury zur Auswahl der Preisträger im Wettbewerb "Landespräventionspreis Sachsen-Anhalt 2018" an (v. l. n. r.):

Bettina Wenke                

Referentin, Staatskanzlei und Ministerium für Kultur Sachsen-Anhalt

Dr. Katja Bach    

Referentin, Servicestelle Kinder- und Jugendschutz von fjp>media e. V. 

Ralf Burgdorf

Präsident des Landesjustizprüfungsamtes, Ministerium für Justiz und Gleichstellung
Sachsen-Anhalt

Sabine Fiebig

Referentin, Landkreistag Sachsen-Anhalt

Arlett Dölle

Referentin, Techniker Krankenkasse Sachsen-Anhalt

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Die Preisverleihung

Eine Zusammenfassung der Verleihung des Landespräventionspreises 2018 können Sie sich hier anschauen.

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