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Rückblick Landespräventionspreis 2020

Der Landespräventionsrat lobte nunmehr zum dritten Mal in Folge den "Landespräventionspreis Sachsen-Anhalt" aus, um besonders herausragende kriminalpräventive Projekte und Initiativen in Sachsen-Anhalt zu ehren und landesweit vorzustellen.

Das Wettbewerbsthema lautete: "Prävention vor Ort".

>>> Die Preisträger des Landespräventionspreises 2020

>>> Weitere Wettbewerbsteilnehmende des Landespräventionspreises 2020

>>> Die Jury

Die Preisträger des Landespräventionspreises 2020

Am 4. November 2020 wurde nunmehr zum dritten Mal in Folge der Landespräventionspreis Sachsen-Anhalt 2020 in der Johanniskirche Magdeburg, mit dem Thema "Prävention vor Ort" an drei herausragende kriminalpräventive Projekte vergeben. Der Landespräventionspreis war mit insgesamt 3.500,- Euro dotiert:

                                                           1. Platz: 2.000,- Euro
                                                           2. Platz: 1.000,- Euro
                                                           3. Platz:    500,- Euro 

Für den Wettbewerb hatten sich insgesamt zwölf Projektträger beworben. Die drei Preisträger wurden von einer unabhängigen Jury ausgewählt.

Alle Gewinner wurden mit einem Scheck und einer Urkunde für ihre beachtlichen Projekte gewürdigt.
Der Landespräventionsrat gratuliert noch einmal allen Preisträgern ganz herzlich.

1. Platz: Stadt Zeitz, Netzwerkstelle "Stark statt breit": "Stark statt breit - Gemeinsam gegen Drogen und Gewalt"

E-Mail-Adresse:               Internet:
stefan.poeschel(at)stadt-zeitz.de  www.starkstattbreit.com

Das Projekt "Stark statt breit - Gemeinsam gegen Drogen und Gewalt" ist ein Drogen- und Gewaltpräventionsprojekt, das vom Zeitzer Sicherheitsrat ins Leben gerufen wurde und seither von der Stadt Zeitz und seinen Kooperationspartnern durchgeführt wird. Das Projekt bietet Lehrer*innen die Möglichkeit, an Fortbildungen teilzunehmen und für Schüler*innen werden präventive Veranstaltungen, wie Projekttage und Workshops zum Thema Alkohol und Drogenkonsum, angeboten.

Ziel des Projekts ist es, über legale und illegale Drogen, Konsummotive und Hilfsangebote aufzuklären. Das Bewusstsein für Drogen und deren Gefahren sowie für ein couragiertes Reagieren im Hinblick auf Drogenkonsum in der Peer-Group soll gestärkt werden.

  • Der Preisträger im Nominiertenfilm (Ist in Kürze hier zu sehen.)

Der Erstplatzierte im Nominiertenfilm

2. Platz: Kreissportbund Altmark West e. V.: "Licht ins Dunkel" - Tanzprojekt gegen Gewalt an Frauen und Mädchen

E-Mail-Adresse:               Internet:
kloetze(at)ksb-altmarkwest.de  www.ksb-altmarkwest.de

Das Tanzprojekt gegen Gewalt an Frauen und Mädchen richtet sich vor allem an Frauen und Mädchen mit Behinderungen oder Migrationshintergrund. Es werden Tanz- und Bildungsworkshops für die Frauen und Mädchen angeboten. Zudem findet jährlich am Valentinstag ein Aktionstag statt, mit dem vor allem auf das Thema der Gewalt an Frauen aufmerksam gemacht werden soll. Dazu findet ein Tanzflashmob statt, bei welchem auch die örtlichen Schulen und Sportvereine mit einstudierten Choreografien das Projekt unterstützen.

Ziel des Projektes ist es, bei den Frauen und Mädchen Hemmnisse ab- und deren Selbstbewusstsein aufzubauen, auf die Straße zu gehen, sich zu erheben und gegen diese Form von Gewalt (an)zutanzen. Zudem soll die Bevölkerung durch öffentliche Auftritte zum Nachdenken angeregt und die aktive Teilnahme und Integration von Menschen mit Behinderungen gefördert werden.

  • Der Preisträger im Nominiertenfilm (Ist in Kürze hier zu sehen.)

Der Zweitplatzierte im Nominiertenfilm

3. Platz: Eckhard Jahn, Joachim Weyland, Manfred Knechtel, Lothar Schirmer, Walter Könnecke, Thomas Rothe und Burkhard Jach: "Senioren-Sicherheitsberater Magdeburg"

E-Mail-Adresse:               Internet:
jahnx3(at)t-online.de       -

Die Gruppe der Senioren-Sicherheitsberater gehören ehemalige Polizeibeamte an, die ehrenamtlich für die Sicherheit interessierter Bürger*innen ab 60 Jahren Sorge tragen möchten. Im Vordergrund steht dabei die Aufklärung der Senior*innen über aktuelle Formen der Kriminalität sowie die Gefahren im Straßenverkehr.

Ziel ist es, Senior*innen für mögliche Gefahren zu sensibilisieren sowie wirkungsvolle und altersgerechte Verhaltenshinweise zu vermitteln.

  • Der Preisträger im Nominiertenfilm (Ist in Kürze hier zu sehen.)

Der Drittplatzierte im Nominiertenfilm

Weitere Wettbewerbsteilnehmende des Landespräventionspreises 2020

Kindersportverein MÜCKEN e. V.: "Kinderschutz und Prävention"

E-Mail-Adresse:               Internet:
babette.heinrich(at)googlemail.com  www.muecken-muecheln.de

Das Projekt "Kinderschutz und Prävention" des Müchelner Kindersportvereins MÜCKEN e. V. unterstützt Kinder ab zwei Jahren sowohl in ihrer sportlichen Betätigung als auch in schwierigen Situationen sowie bei Sorgen und Problemen. Dabei werden ebenso die Eltern der Kinder einbezogen. Im Rahmen des Projekts findet jährlich ein Präventionstag statt, zu dem ein Netzwerk an Partnern, bestehend aus Feuerwehr, Polizei, AWO Suchtberatung, DRK, DLRG und Caritas, eingeladen wird, damit sich die Kinder gemeinsam mit ihren Familien über deren präventive Angebote informieren können.

Ziel ist es, Kinder und deren Eltern mit Hilfe der Netzwerkpartner beratend zu unterstützen und für ein besseres Miteinander zu sorgen.

Anti-Gewalt-Training (AGT) Magdeburg: Konfrontativer Ansatz zur Resozialisierung und Gewaltprävention

E-Mail-Adresse:               Internet:
l.wolf(at)mapp-e.de  www.antigewalttraining-magdeburg.de

Das Anti-Gewalt-Training (AGT) Magdeburg ist eine deliktbezogene Trainingsmaßnahme für gewaltauffällige Personen. Das von Tim Marx entwickelte Konzept wird regelmäßig u. a. in der JVA Magdeburg für inhaftierte Gewalttäter*innen oder ambulant in den Räumen des Sozialen Dienstes der Justiz angewandt. Das AGT beinhaltet 25 Treffen á 3,5 Stunden. Dabei setzen sich die Teilnehmenden mit Tatkonfrontationen, Empathietraining, Körpersprache, Kommunikation und Deeskalationstraining auseinander.

Ziel der Intensivmaßnahmen sind Resozialisierung und die Gewaltprävention, in dem die Betroffenen lernen, den Gewaltkreislauf zu durchbrechen und im Leben soziale Verantwortung zu übernehmen.

Stadt Dessau-Roßlau: Netzwerk für Suchtprävention "Leben ohne Stoff"

Aufgrund eines Anstiegs des Suchtmittelkonsums hat sich die Stadt Dessau-Roßlau entschlossen, gemeinsam mit dem Städtischen Klinikum und dem örtlichen Polizeirevier das Netzwerk und die Imagekampagne "Leben ohne Stoff" ins Leben zu rufen. Das Netzwerk bündelt präventive 'Angebote zur Aufklärung und Vermeidung von Suchterkrankungen und Drogendelikten und schafft ein Milieu, das Sucht und Drogenkonsum reduziert und Bürger*innen ein verbessertes Sicherheitsgefühl geben soll.

Ziel ist zum einen die Verhinderung des Einstiegs in den Suchtmittelkonsum und zum anderen die Förderung eines frühzeitigen Ausstiegs aus riskanten Konsummustern. Dafür soll die Bevölkerung umfangreich sensibilisiert und die Beschaffungskriminalität eingedämmt werden.

Internationales Sport- und Kulturzentrum Halle e. V.: "Voneinander lernen und gegenseitig helfen"

E-Mail-Adresse:               Internet:
info(at)iskhalle.de   www.iskhalle.de

Das Projekt "Voneinander lernen und gegenseitig helfen" des Internationalen Sport- und Kulturzentrums Halle e. V. richtet sich an interessierte sportbegeisterte Kinder und Jugendliche, um neue soziale Kontakte zu knüpfen und diese zu stärken. Dabei findet ein moderner Sportunterricht in einer lockeren und friedlichen Atmosphäre statt.

Ziel ist es, die Kommunikation und gegenseitige Rücksichtnahme der Kinder und Jugendlichen zu stärken und ihnen einen Raum für Begegnung zu schaffen. Dabei legt der Verein besonderen Wert auf die Integration von Teilnehmer*innen mit Migrationshintergrund.

Qualitätsgemeinschaft: "Das sichere Haus"

E-Mail-Adresse:               Internet:
kontakt(at)das-sichere-haus.info  www.das-sichere-haus.info

Das Projekt widmet sich dem Einbruchschutz bei Mietwohnungen von Mehrfamilienhäusern der Halleschen Wohnungsbaugesellschaft mbH und der Wohnungsgesellschaft Magdeburg mbH. Für die Ausstattung mit einbruchshemmender Sicherheitstechnik wird dem Mehrfamilienhaus die Präventionsplakette "Das sichere Haus" erteilt.

Ziel ist es, die Schutzbedürfnisse von Eigentümern und Mietern im Wohnumfeld zu verbessern.

IB Mitte gGmbH: Gewalt- und Konfliktprävention an und im Umfeld von Schulen

E-Mail-Adresse:               Internet:
arsen.uzeirov(at)ib.de   www.ib-mitte.de

Das Projekt Gewalt- und Konfliktprävention an und im Umfeld von Schulen wurde ins Leben gerufen, weil oftmals Konflikte und Gewalt unter Kindern und Jugendlichen im schulischen Bereich entstehen. Dieses Projekt richtet sich deshalb an Schulen, in denen es im Rahmen der Gewaltprävention und der Schulsozialarbeit genutzt wird. Hauptschwerpunkte des Projekts sind neben der Gewaltprävention u. a. die gewaltfreie Kommunikation, Angebote zur interkulturellen Sensibilisierung sowie Freizeit- und Gruppenangebote für die Schüler.

Ziel ist es, Initiativen und Maßnahmen zur Prävention gewalttätiger Auseinandersetzungen zu entwickeln sowie die Kinder und Jugendlichen im gewaltfreien Umgang mit Konflikten zu schulen.

Wildwasser Dessau e. V.: Selbsthilfeprojekt der Initiative "ANNA" - "Sexueller Missbrauch ist auch 2020 ein Tabu"

E-Mail-Adresse:               Internet:
wildwasser-Dessau(at)t-online.de   www.wildwasser-dessau.de

Das Selbsthilfeprojekt der Initiative "ANNA" richtet sich an Personen, die in ihrer Kindheit sexuellen Missbrauch oder körperliche Gewalt durch eine familiäre Bezugsperson erfahren haben. Der Wildwasser Dessau e. V. unterstützt Betroffene im Rahmen der psychosozialen Begleitung im Bereich der Selbsthilfe bei der Bildung von Gruppen, in denen die Opfer von ihren Erfahrungen berichten, sich gegenseitig unterstützen und einander Kraft geben.

Ziel des Projekts ist die Enttabuisierung sexueller Gewalt und Missbrauch innerhalb der Familie.

Stadt Sandersdorf-Brehna: Initiative Prävention vor Ort "Geh nicht mit Fremden mit!"

E-Mail-Adresse:               Internet:
daniel.krake(at)sandersdorf-brehna.de    www.sandersdorf-brehna.de

"Geh nicht mit Fremden mit!" ist ein kriminalpräventives Projekt der Stadt Sandersdorf-Brehna, welches vor allem in Kindertageseinrichtungen und Grundschulen angeboten wird. Den Kindern wird von Regionalbereichsbeamten der Polizei durch kleine Geschichten das richtige Verhalten in Gefahrensituationen vermittelt.

Ziel des Projekts ist die Sensibilisierung und die Stärkung des Selbstbewusstseins der Kinder.

Kleingartenverein "Angersdorfer Teiche e. V.: "Weltoffen übern Gartenzaun" (WÜG)

E-Mail-Adresse:               Internet:
angersdorfer.teiche.ev(at)gmail.com   https://www.fagvo.de/home/wüg/

Das Projekt "Weltoffen übern Gartenzaun" setzt sich für nachhaltige und präventive Lösungen gegen Vorurteile oder Ausgrenzung von Menschen aufgrund gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit mit Hilfe Ehrenamtlicher in den Kleingartenanlagen der Stadt Halle (Saale) ein. Die Menschen in der Kleingartenanlage setzen sich anhand interaktiver Diskussionsrunden mit Vielfalt, bürgerschaftlichem Engagement und Zivilcourage auseinander. Dafür werden alle Gruppen in die Vereinsarbeit einbezogen.

Ziel des Projekts sind die Akzeptanz der Vielfalt der Menschen, die Konfliktvermeidung über den Gartenzaun hinaus, die Stärkung der Integrationsbereitschaft und des Gemeinschaftsgefühls.

Die Jury

Nachfolgende Personen gehörten der Jury zur Auswahl der Preisträger*innen im Wettbewerb "Landespräventionspreis Sachsen-Anhalt 2020" an
(im Uhrzeigersinn ab u. l.):

Bettina WenkeStaatskanzlei und Ministerium für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt
Sabine FiebigLandkreistag Sachsen-Anhalt
Albrecht SteinhäuserBeauftragter der Evangelischen Kirchen bei Landtag und Landesregierung
Sachsen-Anhalt
Arlett DölleTechniker Krankenkasse, Landesvertretung Sachsen-Anhalt
Jennifer SchmidtLandesverband für Kriminalprävention und Resozialisierung
Sachsen-Anhalt e. V.