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Details: Anti-Gewalt-Zentrum Harz e. V.

Allgemeines

Name des Projektes
Schülergremium, Gewaltprävention und Deeskalation
Art der Institution
Verein/Verband
Mitgliedschaft im Landespräventionsrat Sachsen-Anhalt
Nein

Kontaktdaten der Institution

Ansprechpartner
Evelyn Zinke
Adresse
Ernst-Grube-Straße 17
38875 Elbingerode
Telefon
039454 489169 oder 0173 5744827
E-Mail
info@agz-harz.de
Homepage
www.agz-harz.de

Angaben zum Präventionsangebot

Art der Prävention
Sekundäre (selektive) Prävention
Thema
Gewaltprävention
Beschreibung
Das Anti-Gewalt-Zentrum Harz e. V. (AGZ) besteht seit dem Jahr 2004 und ist ein gemeinnütziger Verein, der als freier Träger der Jugendhilfe anerkannt ist. Seit Jahren unterstützt und fördert das AGZ die Aufgaben der Jugendarbeit im Landkreis Harz, speziell in der ländlichen Region der Stadt Oberharz am Brocken.

Das Anti-Aggressivitäts-Training (AAT/CT®) behandelt gewalttätige Menschen in sechsmonatigen Trainingskursen. Die Teilnahme erfolgt über richterliche Auflagen (§ 10 JGG) oder freiwillig. AAT/CT® basieren auf einem lerntheoretisch-kognitiven Paradigma. Die lerntheoretischen Aspekte konzentrieren sich u. a. auf die Analyse von Aggressivitäts-Auslösern. Die kognitive Perspektive zielt auf die Steigerung von Opferempathie und Tatverantwortung ab.
Das Antigewalttraining (AGT) wurde aus curricularen Bestandteilen des AAT/CT entwickelt und wird als „sozialer Trainingskurs“ im Rahmen des § 10 JGG angeboten. Das AGT richtet sich vorrangig an gewaltauffällige Jugendliche und Heranwachsende, die noch keine einschlägige „Gewaltkarriere“ beschritten haben.

Das Projekt „Schülergremium“ ist seit 2008 in Trägerschaft des AGZ. In einem Schülergremium arbeiten vier Jugendliche die eine Ausbildung zum Schülerrichter durchlaufen haben. In einem partnerschaftlichen Gespräch versuchen sie den straffälligen Jugendlichen, der vor das Schülergremium tritt, dazu zu bewegen, die Tat und deren Folgen aufzuarbeiten sowie eine Wiedergutmachung und/oder Sanktion einzuleiten. Die Fallzuweisung erfolgt durch die Staatsanwaltschaft und beruht auf der freiwilligen Teilnahme der Jugendlichen. Das Projekt entstand auf Initiative des Ministeriums der Justiz des Landes Sachsen Anhalt.

„Gewalt wandeln“ ist ein duales Projekt für Schulklassen und Jugendgruppen sowie als Multiplikatorenschulung für Lehrer*innen, Erzieher*innen, Pädagog*innen und pädagogisch interessierte Personen. Ein Projekt zur Förderung sozialer Kompetenzen im Rahmen der Gewaltprävention, Kommunikations- und Wahrnehmungstraining „Verstehen - aber nicht einverstanden sein“ - eine Einführung für Lehrer*innen, Erzieher*innnen Pädagog*innen, Eltern in die sog. „Konfrontative Pädagogik“ und ihre Praxis (konstruktiver Umgang mit Konflikten, Konfliktbewältigung).
Ziele
Im Projekt "Schülergremium" ist es das Ziel, die Delinquent*innen mit ihren Taten zu konfrontieren. Hier steht das Prinzip der Gleichaltrigenpädagogik im Vordergrund. Dies ist auch der Erfolg des Projektes.

Im Projekt "Gewalt wandeln" ist es das Ziel, eine gesunde Homogenität in die Klassen zu bringen.
Wir trainieren:
- bewusste Wahrnehmung und angemessener Ausdruck der eigenen Emotionalität in der Beziehung zu
Kindern und Jugendlichen,
- Kooperationsfähigkeit bei Kindern und Jugendlichen,
- erkennen ihrer Rechte und deren Durchsetzungsmöglichkeiten,
- wissen um Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner in der Schule,
- erkennen externer Hilfsangebote, z. B. Beratungshotline,
- erlernen eigene Gefühle wahrzunehmen und auszudrücken,
- Gefühle anderer wahrnehmen und respektieren,
- sensibel werden für mögliche Gefährdungssituationen,
- Mut haben, sich anderen anzuvertrauen,
- Selbstbestimmtheit in Bezug auf körperliche Nähe und Distanz,
- Grenzen setzen, die Grenzen anderer respektieren.
Zielgruppe
- Im Projekt "Schülergremium" wird mit Ersttätern gearbeitet, die zwischen 14 und 18 Jahren sind.

- Das Projekt "Gewalt wandeln" richtet sich an alle Schulformen und alle Klassenstufen. Effizient ist hier
auch die Arbeit mit pädagogischen Fachkräften als Multiplikatoren.

- Das AAT richtet sich an gewalttätige junge Heranwachsende.

- Das CT richtet sich an Kinder ab dem Sekundarschulbereich.
Gebiet
Regional