Menu
menu

Online-Befragung in den Kommunen Sachsen-Anhalts

Die Kommunen in Sachsen-Anhalt leisten einen wichtigen Beitrag zur Kriminalprävention vor Ort.
Auch wenn in Sachsen-Anhalt keine flächendeckenden Strukturen hinischtlich kommunaler Präventionsräte bestehen, zeigt sich doch, dass kriminalpräventive Fragestellungen in den Kommunen präsent sind und in Entscheidungsprozesse einbezogen werden. Der Landespräventionsrat möchte diese Entwicklung stärken und unterstützend wirken.

Vor diesem Hintergrund initiierten wir Ende des Jahres 2025 eine Online-Befragung zu kriminalpräventiven Formaten in den Kommunen Sachsen-Anhalts. Ziel der Befragung war es, einen systematischen Überblick über die in Sachsen-Anhalt existierenden Formate, Netzwerke und Strukturen der Kriminalprävention zu gewinnen. Dabei interessierten uns ausdrücklich alle Formate, an denen die Kommunen beteiligt sind. Wir wollten wissen, in welchen Strukturen kommunaler Austausch zu sicherheitsrelevanten Themen stattfindet, wie diese organisiert sind, welche Akteurinnen und Akteure beteiligt sind und welche Herausforderungen sowie Bedarfe in der Präventionsarbeit bestehen.

An der Datenerhebung haben 28 Personen aus 12 der 14 Landkreise und kreisfreien Städte teilgenommen, darunter bis zu vier Personen je Landkreis bzw. kreisfreier Stadt. Trotz der insgesamt geringen Rücklaufquote konnte dennoch eine gute Abdeckung in der Fläche erreicht werden, da fast alle Landkreise und kreisfreien Städte in Sachsen-Anhalt in die Auswertung eingeflossen sind.

Die Ergebnisse der Erhebung wurden anonymisiert ausgewertet und in einem Ergebnisbericht zusammengefasst. Dieser liefert wichtige Hinweise für die Weiterentwicklung der kommunalen Präventionsarbeit und dient als Grundlage für zukünftige Maßnahmen, Vernetzung und weiterführende Forschung.

Kurzzusammenfassung der Ergebnisse:

Die Kommunen leisten Präventionsarbeit, doch oft fehlt es oft an festen Strukturen, Ressourcen und Sichtbarkeit. Insbesondere kleinere Kommunen stehen vor besonderen Herausforderungen. Mehr als die Hälfte der befragten Kommunen verfügt nach eigenen Angaben über keine etablierten kriminalpräventiven, multiprofessionelle und dauerhaft verankerten Präventionsstrukturen. Wo Präventionsarbeit stattfindet, erfolgt sie häufig anlassbezogen, wenig institutionalisiert und in enger Zusammenarbeit mit Polizei und Ordnungsbehörden. Fehlende personelle, finanzielle und zeitliche Ressourcen erschweren den Aufbau nachhaltiger Präventionsangebote.

Thematische Schwerpunkte bei bestehenden Formate sind vor allem die Sicherheit im öffentlichen Raum, der Vandalismus, die Gewaltprävention sowie Drogen- und Suchtproblematiken.